🚪 Eröffnen aus verschiedenen Positionen: was und warum zuerst spielen

18 % von UTG, 48 % vom Button — die Logik der Position und welche Hände am meisten verlieren · Anfänger

Das Eröffnen ist die häufigste Entscheidung im Poker, und genau hier holst du dir am einfachsten einen stabilen Vorteil. Wir schauen, warum die Range vom Button 2,6-mal breiter ist als von UTG, welche Hände beim Positionswechsel vom Fold zum Open „umziehen“ und warum man im Omaha nicht limpt.

Warum die Position entscheidet

Eröffnen heißt: Du gehst als Erster mit einem Raise in den Pot, alle vor dir haben gefoldet. Sitzreihenfolge am 6er-Tisch: UTG → MP → CO → BTN (Button) → SB → BB.

Die Position wirkt doppelt. Vor dem Flop: Je mehr Spieler nach dir kommen, desto größer die Chance, dass einer von ihnen eine starke Hand hat. Nach dem Flop: Der Spieler in Position handelt zuletzt und sieht die Aktion des Gegners, bevor er entscheidet. Im Omaha, wo die Equitys nah beieinanderliegen und Entscheidungen auf jeder Straße teuer sind, ist Information besonders viel wert.

Die Zahlen des Charts

Nach unserem Chart (100 bb, Rake PL200) wird eröffnet:
— UTG — 18,4 % der Hände;
— MP — 22,2 %;
— CO — 30,4 %;
— BTN — 48,2 %;
— SB — 41,8 %.

Der Small Blind eröffnet weniger als der Button, obwohl nach ihm nur ein Spieler kommt: Nach dem Flop handelt der SB immer zuerst, und das kostet ihn einen Teil seiner Range.

Eröffnet wird mit einem Pot-Raise, 3,5 bb. Limpen (nur den Blind callen) gibt es in diesem Chart nicht: Ein Limp gibt die Initiative ab und lädt die Blinds mit beliebigen Karten in den Pot ein, und im Omaha hat jede Hand wenigstens etwas Equity.

Welche Hände mit der Position „umziehen“

Premium-Hände werden von überall eröffnet, schwache nirgends. Das Interessante liegt dazwischen. Sieh, wie sich die Frequenzen von UTG zum Button ändern:
— Asse mit zerrissenen Karten doppelt suited (wie A♠9♠5♥4♥): 3 % → 88 %;
— König mit Dame und zwei zerrissenen Karten doppelt suited (wie K♠Q♠9♥6♥): 16 % → 86 %;
— Rundowns einfach suited (wie 9♠8♠7♥6♦): 40 % → 70 %;
— Asse mit Broadway ohne Farben (wie A♠K♦Q♥J♣): 18 % → 100 %.

Diese Hände sind nach dem Flop stark, vertragen aber Druck und Multiway-Pots ohne Position schlecht. Vom Button sitzen nur noch die Blinds hinter dir — und eine Hand, die von UTG Geld verliert, gewinnt vom Button welches.

Wie du beim Eröffnen denkst

Erst die Position, dann die Hand. Stell dir drei Fragen:
— wie viele Spieler nach mir noch in den Pot kommen können;
— wie meine Hand in Position und ohne Position spielt;
— was ich mit ihr gegen eine 3-Bet mache.

Die letzte Frage wird oft vergessen: Wenn eine Hand von UTG eröffnet wird, muss sie gegen eine 3-Bet weiterspielen können. Laut Chart spielt UTG gegen eine 3-Bet von MP 72 % seiner Opens weiter — die Range ist ohnehin eng, zum Folden ist kaum etwas dabei. Der Button gegen eine 3-Bet vom SB spielt 83 % weiter: Den Pot spielt er in Position.

In der Praxis — 10 Hände aus verschiedenen Positionen. Bewertung nach Chart: „Richtig“ — der häufigste Zug oder ein Zug mit mindestens 50 % Frequenz; „Ungenauigkeit“ — der Chart spielt so manchmal (1–49 %); „Fehler“ — fast nie (unter 1 %); „Grober Fehler“ — dasselbe, wenn der Chart den richtigen Zug in 90 % der Fälle oder öfter macht.